Männliche Vereinsmitglieder trugen eine Kopfbedeckung

Beitrag von Martin Brauner (NEWS-Redaktion) |

Mütze im Probenraum erinnert an alte Zeiten

Was heute bei vielen Aktiven bereits in Vergessenheit geraten ist, war noch vor einigen Jahren eine Selbstverständlichkeit: Das Tragen einer weißen Kopfbedeckung für männliche Vereinsmitglieder!

Wie kam es nun zu diesem Sinneswandel? Wenn man die Vereinshistorie betrachtet, gehörte das Tragen eines Hutes seit dem 1. Mai 1970 zur Uniform und dieser Passus wurde folglich in der Satzung verankert. Mit Eintritt der ersten weiblichen Mitglieder im Jahr 1972 lockerte man diesen Paragraphen und die Damenwelt wurde somit von der "Hut-Pflicht“ befreit.

Die 1970 eingeführte Kopfbedeckung hatte eine feste Form mit umlaufender Krempe. Als Überzug diente bis 1978 ein schwarzer Stoffbezug. Mit dem Kreismusikfest 1978 in Garrel wollte man auch eine sichtbare Veränderung am Erscheinungsbild nach außen bewirken. Somit wurde der schwarze Stoffbezug gegen einen weißen ausgetauscht.

Mit Beginn der 2000er Jahre vermehrte sich auch bei den männlichen Jugendlichen der Wunsch, von der Hutpflicht befreit zu werden. Auch hatte sich die Anschaffung der Kopfbedeckung zwischenzeitlich zu einem Kostenfaktor entwickelt, denn der Hut musste persönlich bezahlt werden.

Auf der Generalversammlung 2005 kam es dann letztendlich zum Beschluss, dass das Tragen einer weißen Kopfbedeckung stets auf freiwilliger Basis zu erfolgen habe. Diese mehrheitlich begrüßte Lockerung der Statuten zog natürlich eine Satzungsänderung nach sich.

Anfangs sah man dann noch den einen oder anderen (oftmals älteren) Musiker mit seinem Hut marschieren, der ihm über viele Jahre bei jeglichen Wetterbedingungen Schutz geboten hatte.

Doch heute sind die Hüte im Musikverein Garrel „Schnee von gestern“ und verkümmern in den äußeren Ecken der Kleiderschränke. Ein Exemplar hat jedoch einen besonderen Platz im neuen Übungsraum gefunden: Die Mütze dient als Dekoration und erinnert somit an längst vergessene Zeiten!

Legendär waren in der Vergangenheit nicht nur die schwarzen bzw. weißen sondern auch die gelben Mützen. Diese Kopfbedeckung war jedoch stets dem Dirigenten vorbehalten, sodass Josef Brackland (1968 bis 1994) und Martin Brauner (1995 bis 2005) während ihrer Amtszeit schon von weitem für Außenstehende wie auch für eigene Musikerkollegen als Stabführer identifiziert werden konnten.

(weitere Details sind auch in der MVG-Chronik nachzulesen)



Die männlichen Vereinsmitglieder trugen zuletzt eine weiße Kopfbedeckung
Der gelbe Hut war die Identifikation des Dirigentens