Musiker und Schützen trotzen gemeinsam der großen Hitze

Beitrag von Martin Brauner (NEWS-Redaktion) |

Garreler Schützenfest bedeutet "fünfte Jahreszeit"

Am Wochenende wurde in Garrel mit dem Schützenfest die „fünfte Jahreszeit“ gefeiert. Mit von der Partie war an allen drei Tagen das Hauptorchester des Musikvereins. In diesem Jahr konnte der Musikverein sogar auf ein besonderes Jubiläum zurückblicken: Seit 50 Jahren unterstützen die Musiker in Folge ohne Unterbrechung die örtliche Schützengilde. Hierfür erhielt der Vorsitzende Pascal Brauner vom Brudermeister Franz Breckweg eine Wandplakette ausgehändigt, die sicherlich einen Ehrenplatz im Probenraum finden wird.

Eingeläutet wurden die Festtage am Samstag mit einem Gottesdienst in der kath. Kirche, wobei der Musikverein traditionell das Schlusslied (Großer Gott) vortrug. Anschließend erfolgte die Eröffnungsfeier bei Freibier im Festzelt. Hierbei heizten die 46 Musikanten mit Stimmungsliedern in der Zeit von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr die zahlreichen Schützenschwestern und -brüder richtig ein.

 

Der Schützenfestsonntag begann für den Musikverein (nun 48 Protagonisten) um 13.30 Uhr mit dem Antreten bei der Kompanie 4 (Tweel / Tannenkamp = Kinderkönig Marius Otten). Von dort startete der Anmarsch zum zentralen Sammelplatz, bevor anschließend der große Festumzug durch den Ort erfolgte. Trotz der Hitze säumten viele Zuschauer die buntgeschmückten Straßen.

Um 16.30 Uhr wurde das Adlerschießen auf dem Schützenplatz eröffnet, wobei mehr als 2.000 Zuschauer den interessanten Wettbewerb verfolgten. Auch hier sorgte der Musikverein bis 20.00 Uhr wieder für Unterhaltungsmusik.

Nachdem Adolf Bremer den Adler aus dem Horst geholt hatte, wurde er als neuer König in Begleitung des Musikvereins sowie zahlreicher Schützen und Gäste ins Festzelt geführt.



Der dritte und zugleich anstrengendste Schützenfesttag startete für das Hauptorchester am Montag um 6.30 Uhr mit dem Wecken vor dem Vereinslokal „Bürgerklause“. Bevor um 7.30 Uhr vor dem Pfarrhaus musiziert wurde, hatte man noch beim Vereinslokal der Schützen (= Zum Schäfer) ein musikalisches Stelldichein gegeben.

Anschließend stand die Flaggenparade vor dem Rathaus sowie ein gemeinschaftliches Frühstücken in der Bürgerklause an. Auch das gehört zum jährlichen Schützenfest: Um 9.00 Uhr untermalte das Hauptorchester (nun 37 Musikanten) die hl. Messe in der katholischen Kirche, wobei die Toten- und Gefallenenehrung den Abschluss bildete.

Zahlreiche Mitglieder der Schützengilde „St. Johannes“ Garrel hatten sich nun zum Frühschoppen im Festzelt versammelt. Natürlich nutzte auch der Musikverein diese besondere Gelegenheit der „Kameradschaftspflege“.



Der zweite Teil des Tages wurde um 14.30 Uhr mit dem erneuten Antreten bei der Kompanie 4 (Tweel / Tannenkamp = Schützenkönigin Sabine Otten) und dem anschließenden Umzug zum Festplatz eröffnet. Bevor um 18.00 Uhr die auswärtigen Schützenvereine musikalisch abgeholt wurden, betrieb der Musikverein im Festzelt mit dem nun schon legendären Stuhlkreis erneut unüberhörbar „aktive Kameradschaftspflege“.

Auch die Inthronisierung des neuen Königs (Adolf Bremer) gestaltete der Musikverein, wobei zum Abschluss das Lied „Heil dir o´Oldenburg“ erklang.

Bevor der letzte Ton gegen 19.30 Uhr gespielt wurde, hatten die zwischenzeitlich auf 47 angewachsenen Musikanten des Musikvereins trotz der hochsommerlichen Temperaturen letzte Kräfte mobilisiert.


Vorsitzender Pascal Brauner und Dirigent Helmut Sprenger sprachen den Vereinsmitgliedern zum Abschluss des Schützenfestes ein Dankeschön aus. „Was ihr trotz der enormen Hitze an allen drei Schützenfesttagen geleistet habt, ist „a`la bonne heure“. Der Musikverein Garrel hat Dank eurer Aktivität erneut viel Prestige gewonnen!“ so die Vereinsspitze im Wortlaut.

Der MVG-Stuhlkreis trägt zur Kameradschaftpflege bei.
MVG-Mitglieder mit dem späteren König Adolf Bremer
Am Samstag stand die Unterhaltungsmusik im Vordergrund.
Adlerschießen am Sonntag - der MVG unterhält mehr als 2.000 Gäste
.... und hier aus der anderes Prespektive
Sonntags wie montags: Der Stuhlkreis bildet sich stets intuitiv